14. Oktober 2026
Bid oder No-Bid: Ausschreibungen vorqualifizieren, mit KI und Wettbewerbsanalyse

Bid oder No-Bid: Wie qualifizieren Sie Ausschreibungen vor?
„Die Ausschreibung passt irgendwie. Sollen wir bieten?“ Ausschreibungen vorqualifizieren heißt, vor dem ersten Angebotstag vier Fragen zu beantworten: Dürfen wir bieten, schaffen wir es bis zur Frist, können wir gewinnen, und lohnt sich der Aufwand? Ist eine Antwort Nein, lautet die Entscheidung No-Bid, also bewusst nicht bieten. Diese Bid/No-Bid-Entscheidung (auch Go/No-Go-Entscheidung) spart Ihrem Team die Angebote, die es nicht gewinnen kann. Dieser Artikel kommt von aufträge.io, der Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der Artikel richtet sich an Unternehmen, die auf öffentliche Ausschreibungen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz bieten: Geschäftsführung, Vertrieb, Bid-Management, Solution-Architekten, Juristen und Finanzen. Welche Ausschreibungen grundsätzlich zu Ihrem Profil passen, steht im Beitrag Welche Ausschreibungen passen zu meinem Unternehmen?. Hier geht es um die Entscheidung über eine einzelne Ausschreibung, die schon vor Ihnen liegt.
Hinweis: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung. Rechtsstand: 14.10.2026, Plattformzahlen mit Stichtag im Text. Faustregeln aus der Praxis sind als solche gekennzeichnet.
Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen:
- Vier Fragen: Dürfen Sie bieten, schaffen Sie es, können Sie gewinnen, lohnt es sich? Ein Nein reicht für No-Bid.
- Auswahl: In Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen täglich über 500 neue Ausschreibungen (Fakten zu aufträge.io). Ohne Vorqualifizierung prüft niemand diese Menge.
- Wettbewerb: Wer bei einer laufenden Ausschreibung mitbietet, ist nicht sichtbar. Abschätzen lässt es sich: über Insider und Outsider, frühere Zuschläge und die Zahl der Angebote bei früheren Vergaben.
- KI: Sie liest schneller, Ihr Team entscheidet.
Welche laufenden Ausschreibungen bestehen Ihre Vorqualifizierung? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Vorqualifizierung, Bid/No-Bid, Ausschreibungsanalyse: die wichtigsten Begriffe
Die Vorqualifizierung verbindet Vertriebssprache mit Vergabesprache. Diese Tabelle erklärt beide, jeweils mit der Fundstelle.
Tabelle: Begriffe für die Bid/No-Bid-Entscheidung
| Begriff | Was er bedeutet | Fundstelle |
|---|---|---|
| Vorqualifizierung | Prüfung einer Ausschreibung, bevor Sie Aufwand in ein Angebot stecken. | kein Rechtsbegriff |
| Bid/No-Bid-Entscheidung, Go/No-Go | Die Entscheidung, auf eine Ausschreibung zu bieten (Bid) oder bewusst nicht (No-Bid). | kein Rechtsbegriff |
| Ausschreibungsanalyse | Lesen von Bekanntmachung und Vergabeunterlagen: Leistung, Eignung, Zuschlagskriterien, Fristen. | kein Rechtsbegriff |
| RFx | Englischer Sammelbegriff für Anfragen wie Request for Proposal (Angebot) oder Request for Quotation (Preis). | kein Rechtsbegriff |
| Eignung | Fachkunde und Leistungsfähigkeit des Unternehmens; Eignungskriterien betreffen Berufsausübung, wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit. | § 122 Abs. 1 und 2 GWB |
| Ausschlussgrund | Umstand, wegen dessen ein Unternehmen vom Verfahren ausgeschlossen wird (zwingend) oder werden kann (fakultativ). | § 123 GWB, § 124 GWB |
| Zuschlagskriterien | Maßstäbe, nach denen das wirtschaftlichste Angebot ermittelt wird, etwa Preis und Qualität, mit Gewichtung. | § 127 Abs. 1 und 5 GWB |
| Los | Teil eines Auftrags, der getrennt vergeben wird, nach Menge (Teillos) oder nach Art oder Fachgebiet (Fachlos). | § 97a Abs. 1 GWB |
| Bietergemeinschaft | Mehrere Unternehmen bieten gemeinsam und werden wie ein Einzelbieter behandelt. | § 43 Abs. 2 VgV |
| Eignungsleihe | Sie stützen Ihre Eignung auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens. | § 47 Abs. 1 VgV |
| Bieterfrage | Frage eines Unternehmens an den Auftraggeber zu den Vergabeunterlagen während der Angebotsfrist. | § 20 Abs. 3 VgV |
| Bestandslieferant | Das Unternehmen, das den laufenden Vertrag beim Auftraggeber hält. | kein Rechtsbegriff |
| Insider und Outsider | Ein Insider war bei diesem Auftraggeber bereits erfolgreich, ein Outsider noch nicht. So teilt aufträge.io mögliche Bieter ein. | Fakten zu aufträge.io |
| Oberschwelle | Erreicht der geschätzte Auftragswert ohne Umsatzsteuer den EU-Schwellenwert, gilt das EU-weite Vergaberecht. Die Beträge stehen in der EU-Vergaberichtlinie in der jeweils geltenden Fassung. | § 106 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1 GWB, Art. 4 Richtlinie 2014/24/EU |
Welches Recht gilt, je Land und Schwelle: In Deutschland gelten ab dem EU-Schwellenwert das GWB und die VgV (§ 106 Abs. 1 GWB); darunter für Liefer- und Dienstleistungen die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO, Ausgabe 2017), soweit Bund oder Land sie eingeführt haben, für Bauleistungen die VOB/A. Auch dort sind Fristen angemessen festzulegen (§ 13 Abs. 1 UVgO) und Leistungen in Lose aufzuteilen (§ 22 Abs. 1 UVgO). In Österreich gilt das Bundesvergabegesetz für Ober- und Unterschwellenbereich; die Grenze zieht § 12 Abs. 1 BVergG 2018 mit den jeweils kundgemachten EU-Werten. In der Schweiz gilt für den Bund das BöB mit den Schwellenwerten in Anhang 4 BöB, für Kantone und Gemeinden die IVöB mit eigenen Werten in Anhang 1 IVöB (Staatsvertragsbereich) und Anhang 2 IVöB (übriger Bereich). Die deutschen Fundstellen in diesem Artikel betreffen die Oberschwelle, wenn nichts anderes dabeisteht.
Sie bieten zum ersten Mal auf eine öffentliche Ausschreibung? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Warum lohnt sich nicht jedes Angebot?
Weil jedes Angebot Tage kostet und bei mehreren Angeboten nur eines gewinnt. Wer auf alles bietet, verbrennt Kapazität für die Angebote, die er gewinnen könnte.
Die Menge: In Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinen täglich über 500 neue Ausschreibungen (Fakten zu aufträge.io). Wer jede davon liest, liest den ganzen Tag und bietet nie.
Der Wettbewerb: In der aufträge.io-Datenbank boten im Schnitt gut vier Unternehmen je Vergabe (Quelle: aufträge.io-Datenbank, alle Berufsgruppen, alle erfassten Jahre, Stand 14.10.2026). Rechnerisch gewinnt also gut jedes fünfte Angebot. Bei knapp einem Drittel der an die amtliche Vergabestatistik gemeldeten deutschen Vergaben oberhalb der EU-Schwelle lag nur ein Angebot vor (Vergabestatistik 2024, Grafik 2.3). Welcher Fall vorliegt, soll die Vorqualifizierung vorher zeigen.
Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Weniger Angebote, dafür fokussierte, ergeben mehr Zuschläge. Der Aufwand für ein großes, EU-weites Angebot ist fast gleich wie für ein kleines. Prüfen Sie deshalb zuerst die Schwelle und konzentrieren Sie sich auf die großen Deals. Auf genau diese Qualifizierungslogik setzt aufträge.io: erst bewerten, ob sich ein Angebot lohnt, dann Aufwand investieren (Fakten zu aufträge.io).
Welche offenen Ausschreibungen passen zu Ihnen, die besten zuerst? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Dürfen Sie bieten? Eignung, Nachweise und Ausschlussgründe
Sie dürfen bieten, wenn Sie geeignet sind und kein Ausschlussgrund vorliegt. Das prüfen Sie zuerst: Hier hilft kein gutes Konzept.
Eignung: In Deutschland vergibt der Auftraggeber oberhalb der EU-Schwelle an fachkundige und leistungsfähige Unternehmen (§ 122 Abs. 1 GWB). Eignungskriterien und Nachweise müssen zum Auftragsgegenstand und zum Auftragswert in einem angemessenen Verhältnis stehen und in der Auftragsbekanntmachung, der Vorinformation oder der Aufforderung zur Interessensbestätigung angegeben sein (§ 122 Abs. 4 GWB). Ein Mindestjahresumsatz über dem Zweifachen des Auftragswerts ist nur bei speziellen Risiken des Auftrags zulässig und zu begründen (§ 45 Abs. 2 VgV). Referenzen für Liefer- und Dienstleistungen stammen aus höchstens drei Jahren, ältere zählen nach Hinweis des Auftraggebers (§ 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV).
Nachweise: Prüfen Sie jede verlangte Unterlage gegen Ihren Bestand: Umsatz, Referenzen, Zertifikate, Versicherung. Der Nachweis soll zunächst durch Eigenerklärungen erfolgen; weitere Unterlagen sollen nur aussichtsreiche Bieter vorlegen müssen (§ 122 Abs. 3 GWB). Die Einheitliche Europäische Eigenerklärung gilt als vorläufiger Beleg (§ 48 Abs. 3 VgV).
Ausschlussgründe: Zwingend ist der Ausschluss etwa nach einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Bestechung, Geldwäsche oder Betrugs zulasten von EU-Haushalten (§ 123 Abs. 1 GWB) oder bei nachgewiesenen Rückständen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, solange das Unternehmen weder gezahlt noch sich zur Zahlung verpflichtet hat (§ 123 Abs. 4 GWB). Ausschließen kann der Auftraggeber, wenn es verhältnismäßig ist, etwa bei Insolvenz oder bei erheblichen Mängeln in einem früheren öffentlichen Auftrag, die zu Kündigung oder Schadenersatz geführt haben (§ 124 Abs. 1 GWB). Wer ausreichende Selbstreinigung nachweist, wird nicht ausgeschlossen (§ 125 Abs. 1 GWB).
Österreich: Zwingend ausgeschlossen wird etwa nach einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Bestechung, Betrug oder Geldwäscherei oder bei festgestellten Rückständen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen; vom Ausschluss wegen Rückständen sieht der Auftraggeber ab, wenn gezahlt oder eine verbindliche Zahlungsvereinbarung getroffen ist, der Rückstand nur geringfügig ist oder der Ausschluss offensichtlich unverhältnismäßig wäre (§ 78 Abs. 1 und 4 BVergG 2018). Nach einer Verurteilung bleibt das Unternehmen im Verfahren, wenn es glaubhaft macht, trotzdem zuverlässig zu sein (§ 83 Abs. 1 BVergG 2018). Ihre Eignung belegen Sie zunächst mit der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung; im Oberschwellenbereich verlangt der Auftraggeber die Nachweise vor dem Zuschlag (§ 80 Abs. 2 und 3 BVergG 2018).
Schweiz: Die Auftraggeberin legt die Eignungskriterien abschließend fest; sie müssen objektiv erforderlich und überprüfbar sein (Art. 27 Abs. 1 BöB). Sie darf nicht verlangen, dass Sie schon einen Auftrag einer diesem Gesetz unterstellten Auftraggeberin erhalten haben (Art. 27 Abs. 4 BöB). Ausschließen kann sie eine Anbieterin etwa, wenn diese sich in einem Pfändungs- oder Konkursverfahren befindet oder fällige Steuern oder Sozialabgaben nicht bezahlt (Art. 44 Abs. 1 BöB). Die IVöB für Kantone und Gemeinden regelt das inhaltlich gleich (Art. 27 IVöB, Art. 44 IVöB).
Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Eignungskriterien lesen Sie wie ein Radar. Liegt der verlangte Umsatz weit über der Projektgröße oder sind Referenzen enger als nötig, wurde die Ausschreibung womöglich auf wenige Anbieter zugeschnitten. Dort setzen Bieterfragen an.
Wie vergibt der Auftraggeber Ihrer nächsten Ausschreibung? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Schaffen Sie es? Fristen, Bieterfragen, Lose und Partner
Sie schaffen es, wenn Frist, Kapazität und Partner zusammenpassen.
Fristen: In Deutschland beträgt die Angebotsfrist im offenen Verfahren oberhalb der EU-Schwelle mindestens 35 Tage ab dem Tag nach Absendung der Auftragsbekanntmachung; bei elektronischer Abgabe kann der Auftraggeber um fünf Tage verkürzen, bei begründeter Dringlichkeit auf bis zu 15 Tage (§ 15 Abs. 2 bis 4 VgV). In Österreich sind es im Oberschwellenbereich grundsätzlich mindestens 30 Tage ab Absendung der Bekanntmachung, nach Vorinformation oder bei Dringlichkeit bis zu 15 Tage (§ 71 Abs. 1 und 8, § 73, § 74 BVergG 2018). In der Schweiz sind es im Staatsvertragsbereich grundsätzlich 40 Tage ab Veröffentlichung, bei elektronischer Ausschreibung und Abgabe bis zu 15 Tage weniger, bei Dringlichkeit bis zu 10 Tage (Art. 46 Abs. 2 und Art. 47 BöB, für Kantone und Gemeinden gleich in Art. 46 und 47 IVöB).
Bieterfragen: Eine Bieterfrage ist Ihre Frage an den Auftraggeber zu den Vergabeunterlagen. Erteilt der Auftraggeber rechtzeitig angeforderte zusätzliche Informationen nicht spätestens sechs Tage vor Ablauf der Angebotsfrist, bei Dringlichkeit vier Tage, muss er die Frist verlängern, außer die Information ist für das Angebot unerheblich (§ 20 Abs. 3 Nr. 1 VgV). In Österreich muss der Auftraggeber rechtzeitig gestellte Fragen unverzüglich beantworten, spätestens sechs Tage vor Ende der Angebotsfrist, bei Dringlichkeit im Oberschwellenbereich und bei verkürzten Fristen im Unterschwellenbereich vier Tage (§ 69 Abs. 1 BVergG 2018), im Oberschwellenbereich sonst die Frist verlängern (§ 72 Abs. 2 BVergG 2018). Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Steigen Sie vor dem Ende der Fragerunde ein. Wer das Frage-Fenster verpasst und eine Ausschreibung vorfindet, die nicht zu seinen Gunsten geschrieben ist, hat kaum Chancen. Stellen Sie mehrere Fragen, offen formuliert.
Lose: In Deutschland sind mittelständische Interessen vornehmlich zu berücksichtigen und Leistungen in Teil- und Fachlose aufzuteilen (§ 97 Abs. 4 GWB, § 97a Abs. 1 GWB); zusammen vergeben darf der Auftraggeber nur aus den Gründen in § 97a Abs. 2 und 3 GWB. Er kann die Zahl der Lose begrenzen, die ein Bieter gewinnen kann (§ 30 Abs. 1 VgV). Prüfen Sie jedes Los einzeln: Ein No-Bid für das Gesamtpaket kann ein Bid für ein Los sein. In Österreich muss der Auftraggeber im Oberschwellenbereich begründen, wenn er nicht in Lose teilt (§ 28 Abs. 6 BVergG 2018).
Partner: Als Bietergemeinschaft werden Sie wie ein Einzelbieter behandelt (§ 43 Abs. 2 VgV). Bei der Eignungsleihe stützen Sie sich auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens; bei beruflicher Erfahrung nur, wenn dieses die Leistung selbst erbringt (§ 47 Abs. 1 VgV). In Österreich sind Bietergemeinschaften zulässig, außer die Ausschreibung schließt sie aus sachlichen Gründen aus (§ 21 Abs. 2 BVergG 2018), in der Schweiz, solange die Ausschreibung sie nicht ausschließt oder beschränkt (Art. 31 Abs. 1 BöB). Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Als Generalunternehmer bieten Sie nur mit echtem Alleinstellungsmerkmal, Referenzen und wirtschaftlicher Eignung. Sonst als Subunternehmer oder in einer Bietergemeinschaft mit dem richtigen Partner.
Welche Partner kommen für Ihre nächste Ausschreibung in Frage? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Können Sie gewinnen? Zuschlagskriterien, Gewichtung und Wettbewerbsanalyse
Sie können gewinnen, wenn Ihre Stärke dort liegt, wo der Auftraggeber die Punkte vergibt, und das Wettbewerbsfeld nicht gegen Sie spricht.
Zuschlagskriterien und Gewichtung: Der Zuschlag geht in Deutschland an das wirtschaftlichste Angebot nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis (§ 127 Abs. 1 GWB); Kriterien und Gewichtung stehen in der Auftragsbekanntmachung oder den Vergabeunterlagen (§ 127 Abs. 5 GWB), die Gewichtung auch als Spanne (§ 58 Abs. 3 VgV). In Österreich geht der Zuschlag grundsätzlich an das technisch und wirtschaftlich günstigste Angebot, allein nach dem niedrigsten Preis nur bei eindeutig und vollständig beschriebenen Leistungen (§ 91 Abs. 4 BVergG 2018). In der Schweiz erhält das vorteilhafteste Angebot den Zuschlag (Art. 41 BöB, für Kantone und Gemeinden Art. 41 IVöB). Kriterien und Gewichtung werden vorab bekanntgegeben; nur wenn Lösungen oder Vorgehensweisen Gegenstand der Beschaffung sind, darf die Gewichtung fehlen (Art. 29 Abs. 3 BöB). Zählt der Preis 70 Prozent, entscheidet vor allem der Preis. Zählt die Qualität die Hälfte, entscheidet das Konzept mit.
Wer mitbietet: Wer bei einer laufenden Ausschreibung mitbietet, ist nicht sichtbar. Sie können es nur abschätzen, mit der dreifachen Analyse aus der Bieterpraxis:
- Kundenanalyse (Auftraggeber): Was hat der Auftraggeber in den letzten Jahren vergeben, an wen, zu welchem Wert?
- Dealanalyse (Deal): Wer hält den laufenden Vertrag, wann endet er, wie viele Angebote gingen bei der letzten Vergabe ein?
- Marktanalyse (Wettbewerb): Wer hat Ähnliches bei anderen Auftraggebern gewonnen? Wer davon bei diesem Auftraggeber noch nicht gewonnen hat, ist ein Outsider mit Erfahrung; die Insider kennen den Auftraggeber schon.
Die Grundlage sind die Vergabebekanntmachungen. In Deutschland übermittelt der Auftraggeber sie oberhalb der EU-Schwelle spätestens 30 Tage nach der Vergabe, mit den Ergebnissen des Verfahrens (§ 39 Abs. 1 VgV). Nach EU-Recht gehört dazu die Zahl der eingegangenen Angebote (Art. 50 Abs. 1 und Anhang V Teil D Richtlinie 2014/24/EU). Wie Sie Wettbewerber bei öffentlichen Ausschreibungen analysieren, steht ausführlich im Beitrag Öffentliche Ausschreibungen systematisch gewinnen.
Bestandslieferant und Beziehung: Der Bestandslieferant kennt Auftraggeber, System und Ablauf. Einen Vorrang hat er nicht: Die Teilnehmer eines Vergabeverfahrens sind gleich zu behandeln (§ 97 Abs. 2 GWB). Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Ohne Beziehungen keine Chance, das stimmt nicht. Im öffentlichen Markt zählt das Angebot. Ein Bestandslieferant im dritten Vertragsjahr ist das beste Fenster für einen Angriff.
aufträge.io ermittelt zu jeder Ausschreibung mögliche Bieter und unterscheidet Insider (bei diesem Auftraggeber bereits erfolgreich) und Outsider, auf Basis historischer Vergabedaten, Leistungsspektren und regionaler Präsenz. Daraus lässt sich das Wettbewerbsfeld einschätzen (Fakten zu aufträge.io).
Gegen wen treten Sie bei Ihrer nächsten Ausschreibung wahrscheinlich an? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Lohnt sich der Aufwand? So berechnen Sie die Bid/No-Bid-Entscheidung
Der Aufwand lohnt sich, wenn der erwartete Deckungsbeitrag größer ist als die Kosten des Angebots. Erwartet heißt: Deckungsbeitrag des Auftrags mal Gewinnchance.
Die Rechnung in zwei Stufen:
- K.-o.-Kriterien: Eignung, Ausschlussgründe, Frist, Kapazität. Ein Nein heißt No-Bid, ohne Punkte.
- Bewertung: Für die verbleibenden Ausschreibungen schätzen Sie die Gewinnchance und rechnen sie gegen den Aufwand.
Tabelle: Bid/No-Bid-Kriterien mit No-Bid-Signal
| Kriterium | Prüffrage | No-Bid-Signal |
|---|---|---|
| Leistung | Ist es unsere Kernleistung? | nur Nebenleistung, die Sie nicht selbst erbringen |
| Eignung | Erfüllen wir Umsatz, Referenzen, Zertifikate? | Referenz fehlt, kein Partner in Sicht |
| Ausschluss | Liegt ein Ausschlussgrund vor? | ja, ohne Selbstreinigung |
| Frist | Reicht die Zeit inklusive Bieterfragen? | Fragerunde schon vorbei, Unterlagen gegen Sie geschrieben |
| Lose | Welche Lose passen? | nur das Gesamtpaket möglich und zu groß |
| Partner | Brauchen wir eine Bietergemeinschaft oder Eignungsleihe? | Partner nicht vor Fristende zu gewinnen |
| Zuschlagskriterien | Wo vergibt der Auftraggeber die Punkte? | Preis mit hoher Gewichtung, Sie sind nicht der Günstigste |
| Wettbewerb | Wie viele Angebote gab es zuletzt, Insider oder Outsider? | starker Insider, viele Angebote, keine Differenzierung |
| Bestandslieferant | Wer hält den Vertrag, wie lange schon? | Leistung an ein bestehendes System gebunden, das nur er kennt |
| Aufwand | Was kostet das Angebot intern? | erwarteter Deckungsbeitrag unter den Angebotskosten |
Rechenbeispiel (eigene Rechnung, Annahmen): Ein Auftrag bringt 60.000 Euro Deckungsbeitrag. Bei gut vier Bietern je Vergabe gewinnt rechnerisch gut jedes fünfte Angebot; mit 20 Prozent gerechnet sind 12.000 Euro erwartet. Kostet das Angebot intern 15.000 Euro, ist das ohne besonderen Vorteil ein No-Bid. Steigt Ihre Chance auf 35 Prozent, weil Sie Insider sind und die Qualität die Hälfte zählt, sind es 21.000 Euro: Bid.
Aufwand senken, aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Referenzen, Wirtschaftsdaten und Jahresberichte einmal aufbereiten und mehrfach verwenden. So sinken die Kosten jedes weiteren Angebots, und mehr Ausschreibungen bestehen die Rechnung. Wie viel Pipeline Sie für Ihr Jahresziel brauchen, steht im Beitrag Öffentliche Aufträge gewinnen: Pipeline ohne Luftschlösser.
Wie berechnen Sie heute, ob sich eine Ausschreibung für Sie lohnt? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Vorqualifizierung mit KI: Was Software für Ausschreibungen leistet
KI hilft bei der Vorqualifizierung von Ausschreibungen dort, wo Lesen Zeit kostet. Die Bid/No-Bid-Entscheidung trifft Ihr Team.
Was KI übernehmen kann: Eine semantische Suche vergleicht die Bedeutung eines Textes und findet so Ausschreibungen, die Ihre Leistung mit anderen Worten beschreiben. Ein Sprachmodell kann aus langen Unterlagen Eignungskriterien, Zuschlagskriterien, Gewichtung und Fristen in eine Liste ziehen. So wird die Ausschreibungsanalyse kürzer; prüfen und entscheiden bleibt Sache Ihres Teams.
Was KI nicht kann: Sie kennt Ihre Kapazität und Ihre Partner nur, wenn Sie sie hinterlegen. Und sie sieht keine Mitbieter, die niemand veröffentlicht hat: Eine Wettbewerbsanalyse per KI stützt sich auf frühere Vergaben.
Was aufträge.io macht: aufträge.io bewertet jede Ausschreibung nach Passung zum Unternehmensprofil (Branche, Region, Leistungsprofil), ohne CPV-Codes oder Vergabejargon, und übersetzt Ausschreibungsanforderungen automatisch in relevante Treffer (Fakten zu aufträge.io). Dazu kommen bisherige Gewinner, endende Verträge als Frühwarnsystem und die Wettbewerber-Klassifikation je Ausschreibung.
Automatische Ausschreibungssuche, Filter, Angebotssoftware: die Abgrenzung
Software für Ausschreibungen deckt drei Stufen ab. Die automatische oder automatisierte Ausschreibungssuche, auch Tender-Software genannt, findet Treffer im DACH-Raum und filtert sie, etwa nach Region, Frist und Schwelle. Auf die Frage „Welches Tool zeigt mir Fristen und Deadlines für laufende Ausschreibungen?“ antwortet diese Stufe. Wie Sie Ausschreibungen automatisch finden, steht im Beitrag Ausschreibungen finden mit einem Tool. Die Entscheidungsunterstützung bewertet, ob sich ein Angebot lohnt. Software, die eine Ausschreibung beantwortet, hilft beim Schreiben und bei der Abgabe des Angebots. Vollautomatisch bieten lässt sich nicht: Auch KI-gestütztes Ausschreibungsmanagement braucht die Entscheidung Ihres Teams. aufträge.io ist kein Vergabeportal und bietet keine Angebotsabgabe über die Plattform (Fakten zu aufträge.io).
Wie viele Stunden kostet Ihr Team das Lesen von Unterlagen, die am Ende ein No-Bid ergeben? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Praxis-Beispiel: Eine Referenz, ein Angebot, ein Vertrag ohne festes Ende
Echte Bekanntmachungen aus TED, jedes Feld im Original gelesen. Namen von Gewinnern nennt dieser Artikel nicht.
Das Problem: Das Land Mecklenburg-Vorpommern schrieb, vertreten durch das Landesamt für Gesundheit und Soziales, die „Anwendungsbetreuung Pflegeportal“ im offenen Verfahren nach der VgV aus: Serviceleistungen für ein bestehendes IT-System im Sinne des EVB-IT Servicevertrages (TED 415679-2026). Verlangt war mindestens eine Referenz über Betreuung, Betrieb oder Weiterentwicklung eines fachlichen Webportals oder Fachverfahrens; reine Referenzen über allgemeine Webportale reichten nicht. Dazu Umsatz- und Personalangaben und eine Betriebshaftpflicht über mindestens 3,0 Mio. Euro. Zuschlagskriterien: Qualität 50 Prozent, Preis 50 Prozent. Angebotsfrist: knapp einen Monat nach der Veröffentlichung. Laufzeit: 48 Monate ab Zuschlag, danach verlängert sich der Vertrag automatisch um je zwölf Monate, ohne Begrenzung der Zahl der Verlängerungen. Eine Berichtigung acht Tage nach der Bekanntmachung legte den Zeitraum der Referenz auf die letzten fünf Kalenderjahre fest (TED 435748-2026).
Die Lösung (die Vorqualifizierung): Dürfen wir bieten? Nur mit einer passenden Fachverfahrens-Referenz aus fünf Jahren; der Zeitraum für Referenzen geht hier über die drei Jahre hinaus, die das Gesetz ohne Hinweis vorsieht (§ 46 Abs. 3 Nr. 1 VgV). Schaffen wir es? Knapp ein Monat von der Veröffentlichung bis zur Frist. Können wir gewinnen? Die Qualität zählt die Hälfte, die Leistung betrifft ein bestehendes System, in das sich ein neuer Auftragnehmer erst einarbeiten muss. Lohnt es sich? Die Laufzeit ist lang und hat kein festes Ende.
Das Ergebnis: Laut Vergabebekanntmachung ging genau ein Angebot ein, von einem kleinen oder mittleren Unternehmen; der Vertrag wurde knapp vier Wochen nach Fristende geschlossen, der Wert nicht veröffentlicht (TED 573047-2026). Zum Vergleich: Die „Gebäudereinigung in drei Sporthallen der Stadt Leipzig“ mit drei Losen, Preis 70 Prozent und Qualität 30 Prozent, erhielt 12, 9 und 9 Angebote (TED 285206-2026, TED 570290-2026). Zwei Ausschreibungen, zwei völlig verschiedene Wettbewerbsfelder. Für die nächste Bid/No-Bid-Entscheidung beim selben Auftraggeber ist die Zahl der Angebote ein öffentlicher Anhaltspunkt.
Wie sah das Wettbewerbsfeld bei den letzten Vergaben Ihrer Zielauftraggeber aus? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Was das für Ihre Rolle heißt
Die Bid/No-Bid-Entscheidung trifft das ganze Angebotsteam. Jede Rolle bringt einen anderen Teil der Antwort.
Tabelle: Der wichtigste Punkt je Rolle
| Rolle | Der wichtigste Punkt | Mehr dazu im Abschnitt |
|---|---|---|
| Vertrieb | Wer mitbietet, ist nicht sichtbar, aber abschätzbar: Insider, Outsider, frühere Zuschläge und die Zahl der Angebote aus der Vergabebekanntmachung (Art. 50 Abs. 1 und Anhang V Teil D Richtlinie 2014/24/EU). | Können Sie gewinnen? |
| Bid-Management | Angebotsfrist im offenen Verfahren in Deutschland mindestens 35 Tage, bei elektronischer Abgabe 30, bei begründeter Dringlichkeit bis zu 15 Tage (§ 15 Abs. 2 bis 4 VgV); rechtzeitig gestellte Bieterfragen, die später als sechs Tage vor Fristende beantwortet werden, bei Dringlichkeit vier Tage, verlängern die Frist, außer die Antwort ist für das Angebot unerheblich (§ 20 Abs. 3 VgV). In Österreich im Oberschwellenbereich mindestens 30 Tage, verkürzbar auf 15 (§ 71, § 73 BVergG 2018); Antworten spätestens sechs Tage vor Fristende, bei Dringlichkeit vier (§ 69 Abs. 1 BVergG 2018); in der Schweiz im Staatsvertragsbereich grundsätzlich 40 Tage mit Verkürzungen (Art. 46 und 47 BöB). | Schaffen Sie es? |
| Solution-Architekt | Zuschlagskriterien und Gewichtung stehen vorab fest (§ 127 Abs. 5 GWB). Ihr Konzept zielt auf die Kriterien mit den meisten Punkten. | Können Sie gewinnen? |
| Jurist | Zwingende und fakultative Ausschlussgründe (§ 123 GWB, § 124 GWB) und Selbstreinigung (§ 125 GWB) vor jedem Angebot prüfen; in Österreich § 78 BVergG 2018, in der Schweiz Art. 44 BöB. | Dürfen Sie bieten? |
| Finanzen | Mindestjahresumsatz höchstens das Zweifache des Auftragswerts, mehr nur bei speziellen Risiken des Auftrags und mit Begründung (§ 45 Abs. 2 VgV); leihen Sie wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, kann der Auftraggeber gemeinsame Haftung verlangen (§ 47 Abs. 3 VgV). Erwarteter Deckungsbeitrag gegen Angebotskosten rechnen. | Lohnt sich der Aufwand? |
Die deutschen Fundstellen dieser Tabelle betreffen die Oberschwelle.
Sie wollen die Bid/No-Bid-Entscheidung mit Ihrem Team aufsetzen? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Stolpersteine bei der Vorqualifizierung
Drei Stolpersteine aus der Praxis, jeweils mit Lösung.
Bieten, weil die Ausschreibung „irgendwie passt“
„Das könnten wir auch.“ Aus über zwei Jahrzehnten Praxis: Die Fragen nach dem Warum, dem Auftraggeber, den Bestandslieferanten und den Partnern werden in Bid-Meetings gestellt. Ohne Daten bleibt jede Antwort eine Vermutung.
Lösung: Jede Ausschreibung durchläuft die vier Fragen, bevor ein Angebotstag gebucht wird. Ein Nein heißt No-Bid.
Den Wettbewerb raten
„Da bieten eh alle.“ Ob viele bieten oder einer, zeigt die Zahl der Angebote bei früheren Vergaben: 12, 9 und 9 in Leipzig, eines beim Pflegeportal in Mecklenburg-Vorpommern (Praxis-Beispiel).
Lösung: Lesen Sie vor jedem Bid die Vergabebekanntmachungen des Auftraggebers und ähnlicher Aufträge.
Die Gewichtung überlesen
„Wir sind die Besten.“ Zählt der Preis 70 Prozent, entscheidet vor allem der Preis.
Lösung: Rechnen Sie Ihre Punkte gegen die Gewichtung aus § 127 Abs. 5 GWB, bevor Sie das Konzept schreiben.
Welcher dieser Stolpersteine kostet Ihr Team gerade Angebote? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Fazit und nächste Schritte
Ausschreibungen vorqualifizieren heißt: vor jedem Angebot klären, ob Sie bieten dürfen, es schaffen, gewinnen können und ob sich der Aufwand lohnt. Die Antworten stehen in Bekanntmachung, Vergabeunterlagen und früheren Vergaben.
Ihre nächsten konkreten Schritte:
- Sofort: Legen Sie Ihre K.-o.-Kriterien fest: Eignung, Ausschluss, Frist, Kapazität.
- Diese Woche: Prüfen Sie jede laufende Ausschreibung mit den vier Fragen und streichen Sie jedes Nein.
- Vor jedem Bid: Lesen Sie die letzten Vergabebekanntmachungen des Auftraggebers: Bestandslieferant, Zahl der Angebote, Gewichtung.
- Strategisch: Bereiten Sie Referenzen, Wirtschaftsdaten und Partner einmal auf und verwenden Sie sie mehrfach.
Roadmap: In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche.
So geht es nach der Anfrage weiter: Innerhalb von drei Werktagen bekommen Sie Ihre Analyse per Mail. Kostenlos, einmal pro Unternehmen.
Weiterlesen: Welche Ausschreibungen passen zu meinem Unternehmen?, Ausschreibungen finden mit einem Tool, Öffentliche Ausschreibungen systematisch gewinnen und Öffentliche Aufträge gewinnen: Pipeline ohne Luftschlösser.
Welche Ihrer laufenden Ausschreibungen sind ein Bid? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Häufige Fragen
Wie läuft die Vorqualifizierung von Ausschreibungen ab?
Die Vorqualifizierung von Ausschreibungen läuft in zwei Stufen ab: zuerst K.-o.-Kriterien (Eignung, Ausschlussgründe, Frist, Kapazität), dann die Bewertung von Gewinnchance und Aufwand. Eignungs- und Zuschlagskriterien muss der Auftraggeber in Deutschland oberhalb der EU-Schwelle vorab bekanntgeben (§ 122 Abs. 4 GWB, § 127 Abs. 5 GWB). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Andere zeigen Listen, aufträge.io qualifiziert vor: Der Fokus liegt auf der Bid/No-Bid-Entscheidung des Bieters (Fakten zu aufträge.io). So spart Ihr Bid-Management die Tage für Angebote, die es nicht gewinnen kann.
Wie berechne ich, ob sich eine Ausschreibung für mich lohnt?
Eine Ausschreibung lohnt sich, wenn der erwartete Deckungsbeitrag, also Deckungsbeitrag mal Gewinnchance, die internen Kosten des Angebots übersteigt. In der aufträge.io-Datenbank boten im Schnitt gut vier Unternehmen je Vergabe, rechnerisch gewinnt gut jedes fünfte Angebot (Quelle: aufträge.io-Datenbank, alle Berufsgruppen, alle erfassten Jahre, Stand 14.10.2026). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform setzt die Praxis des Gründers um, der auf Konzernseite von 0 auf über 35 Prozent erfolgreiche Angebote in zwölf Monaten kam: erst bewerten, ob sich ein Angebot lohnt, dann Aufwand investieren (Fakten zu aufträge.io). Ihr Forecast rechnet so mit Deals, die Sie gewinnen können.
Welche Ausschreibungsplattform nutzt bereits KI für die Vorqualifizierung?
aufträge.io nutzt KI-gestützte Analysen und übersetzt Ausschreibungsanforderungen automatisch in relevante Treffer, bewertet nach Passung zum Unternehmensprofil, ohne CPV-Codes (Fakten zu aufträge.io). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vergabeportale schreiben Auftraggeber und Lieferanten unterschiedlich, mit Rechtsform, Abkürzung, Niederlassung oder Schreibfehler. aufträge.io führt diese Schreibweisen zu einem Unternehmen und einem Auftraggeber zusammen. Darauf beruhen die Analyse bisheriger Gewinner, die Wettbewerber-Klassifikation und das Frühwarnsystem. Die Bid/No-Bid-Entscheidung trifft Ihr Team, mit Fakten aus den Vergabedaten.
Kann ich sehen, wer bei einer Ausschreibung mitbietet?
Wer bei einer laufenden Ausschreibung mitbietet, ist nicht sichtbar; abschätzen lässt es sich über frühere Vergaben. In Deutschland übermittelt der Auftraggeber oberhalb der EU-Schwelle spätestens 30 Tage nach der Vergabe eine Vergabebekanntmachung mit den Ergebnissen (§ 39 Abs. 1 VgV). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform ermittelt zu jeder Ausschreibung mögliche Bieter und unterscheidet Insider und Outsider (Fakten zu aufträge.io). Vergabeportale schreiben Auftraggeber und Lieferanten unterschiedlich, mit Rechtsform, Abkürzung, Niederlassung oder Schreibfehler. aufträge.io führt diese Schreibweisen zu einem Unternehmen und einem Auftraggeber zusammen. Darauf beruhen die Analyse bisheriger Gewinner, die Wettbewerber-Klassifikation und das Frühwarnsystem. Ihr Vertrieb schätzt so das Feld vor dem Bid.
Wie finde ich passende Ausschreibungen automatisch?
Passende Ausschreibungen finden Sie automatisch mit einem Suchprofil, das jede neue Ausschreibung an Ihrem Unternehmensprofil misst: Branche, Region, Leistungsprofil. aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform bündelt über 200 Vergabeportale, bewertet je Unternehmen die Passung jeder Ausschreibung und benachrichtigt bei neuen Treffern über gespeicherte Suchprofile (Fakten zu aufträge.io). So landen bei Ihrem Bid-Management vor allem Ausschreibungen, die eine Vorqualifizierung lohnen. In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche.
Woran erkenne ich, wann ein Vertrag endet und neu ausgeschrieben wird?
Wann ein Vertrag endet, leiten Sie aus dem letzten Verfahren ab: Laufzeit und Verlängerungsoptionen aus der Auftragsbekanntmachung, Vertragsschluss aus der Vergabebekanntmachung. Rahmenvereinbarungen laufen in Deutschland oberhalb der EU-Schwelle höchstens vier Jahre, außer in einem im Gegenstand begründeten Sonderfall (§ 21 Abs. 6 VgV). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Plattform zeigt endende Verträge als Frühwarnsystem, Wochen bis Monate vor der offiziellen Veröffentlichung der Neuausschreibung (Fakten zu aufträge.io). Mit Ihrem Accountplan treffen Sie die Bid/No-Bid-Entscheidung so früher als der Wettbewerb. In Vorbereitung ist die MCP-Schnittstelle von aufträge.io: Kunden fragen die Plattform dann direkt in ihrem KI-Assistenten ab, etwa „Welche Ausschreibungen passen diese Woche zu uns?“ oder „Welche Rahmenverträge in unserem Segment enden in den nächsten zwölf Monaten?“, mit denselben Daten wie in der Oberfläche.
Gibt es Software, die Ausschreibungen beantwortet?
Software, die Ausschreibungen beantwortet, unterstützt beim Schreiben und Abgeben des Angebots; vor dem Schreiben steht die Bid/No-Bid-Entscheidung. Das Angebot selbst bewertet der Auftraggeber in Deutschland oberhalb der EU-Schwelle nach den vorgegebenen Zuschlagskriterien (§ 127 Abs. 1 GWB). aufträge.io ist eine Entscheidungsplattform für öffentliche Aufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. aufträge.io ist kein Vergabeportal und bietet keine Angebotsabgabe über die Plattform; die Plattform qualifiziert vor und zeigt bisherige Gewinner, laufende Ausschreibungen mit Matching und endende Verträge (Fakten zu aufträge.io). So schreibt Ihr Team die Angebote, die sich lohnen.
Sie wollen sehen, welche Ihrer Ausschreibungen ein Bid sind? Jetzt kostenlose Analyse erhalten
Keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr, Rechtsstand 14.10.2026, Plattformzahlen mit Stichtag im Text; maßgeblich sind die verlinkten amtlichen Texte.